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Muskeln im Fokus: Brachioradialis - Entscheidend für die Unterarmbewegung

Aktualisiert: 6. Feb.


Der Brachioradialis ist ein Muskel des Unterarms, welcher neben dem Bizeps brachii entscheidend an der Beugung im Ellbogengelenk beteiligt ist. Im Gegensatz zum Bizeps ist der Brachioradialis jedoch deutlich kleiner, weshalb er bei mangelnder Pflege bzw. Stärkung problemanfällig sein kann. In diesem weekly Massagen St. Gallen Blogartikel erläutern wir die Funktion dieses Muskels, klären über häufige Beschwerden auf, geben Tipps zur Selbstbehandlung und Vorbeugung und legen dar, wie durch die Klassische Massage Beschwerden am Brachioradialis effektiv behandelt werden können.



Massage St. Gallen_weekly Massagen_Brachioradialis
Brachioradialis: Zusammen mit dem Bizeps verantwortlich für die Beugung des Arms.

Funktion des Brachioradialis

Der Brachioradialis ist ein langer, schmaler Muskel, der seinen Ursprung an der Aussenseite des Oberarms, direkt über dem Ellbogengelenk hat und entlang der Speiche (Unterarmknochen) zu seinem Ansatz etwas vor dem Daumen verläuft. Seine Hauptfunktion ist die Flexion (Beugung) im Ellenbogengelenk, insbesondere wenn der Unterarm in einer mittleren Position zwischen Pronation (Innenrotation) und Supination (Aussenrotation) ist. Er unterstützt auch die Pronation und Supination des Unterarms, wenn diese Bewegungen gegen Widerstand ausgeführt werden.


Häufige Beschwerden und deren Ursachen

Beschwerden im Brachioradialis können durch eine Reihe von Faktoren verursacht werden:


  1. Überbeanspruchung Häufige repetitive Bewegungen: Beispielsweise wiederholtes Heben und Senken von Gewichten beim Krafttraining oder das Werfen beim Baseball oder Handball. Auch Berufe, die ständige repetitive Hand- oder Armbewegungen erfordern, wie Maler, Musiker oder Fliessbandarbeiter, können zu einer Überbeanspruchung des Brachioradialis führen.

  2. Direktes Trauma Ein Schlag oder Stoss: Dies könnte etwa durch einen direkten Aufprall bei Kontaktsportarten wie Boxen oder Rugby geschehen. Auch ein Sturz auf den Arm oder ein direkter Schlag gegen den Unterarm im Alltag, wie das Anstossen gegen eine harte Oberfläche, kann zu Verletzungen des Brachioradialis führen.

  3. Muskelungleichgewicht Schwäche oder Überlastung der benachbarten Muskeln: Wenn beispielsweise die Bizeps- oder Trizepsmuskulatur schwach ist, kann dies zu einer erhöhten Belastung des Brachioradialis führen, da er versucht, die Schwäche auszugleichen. Ebenso kann eine Überlastung der Unterarmmuskeln, etwa durch zu intensives Klettern oder Tennisspielen, ein Ungleichgewicht schaffen, das den Brachioradialis belastet.

  4. Unzureichende Erholung Mangelnde Regeneration: Dies kann auftreten, wenn jemand ohne angemessene Pausen intensiv trainiert oder wenn die Erholungsphasen zwischen den Trainingseinheiten zu kurz sind. Auch unzureichender Schlaf oder mangelnde Ernährung, die wesentlich für die Muskelregeneration sind, können hierunter fallen. Beispielweise könnte ein Marathonläufer, der ohne angemessene Ruhepausen trainiert, anfällig für Beschwerden im Brachioradialis sein.


Tipps zur Selbstbehandlung


Dehnübungen

Die Dehnung des Brachioradialis kann helfen, Spannungen zu lösen und die Beweglichkeit zu verbessern. Um den Brachioradialis einfach, aber effektiv zu dehnen, führe die folgende Bewegung aus:

  • Lege in aufrecht sitzender Position deinen Handrücken auf die Aussenseite deines Oberschenkels, sodass deine Handfläche nach aussen zeigt.

  • Greife mit der anderen Hand die Hand auf deinem Oberschenkel, indem du die beiden Handinnenflächen aufeinander legst und die Finger ineinander verzahnst.

  • Ziehe nun mit der anderen Hand die Hand, die auf deinem Oberschenkel liegt, langsam nach oben, bis du eine Dehnung im Brachioradialis spürst.

  • Halte die Position für 5-10 Sekunden und wiederhole die Übung 5-7 Mal.


Stärkungsübungen

Gezielte Übungen können helfen, die Muskulatur rund um den Brachioradialis zu stärken, um eine bessere Unterstützung und Balance zu gewährleisten. Übungen mit leichten Hanteln oder Widerstandsbändern sind hier effektiv.


Alltagstipps zur Vorbeugung der Beschwerden


  1. Ergonomische Anpassungen

  • Bei der Arbeit am Computer: Stelle sicher, dass dein Schreibtisch und dein Stuhl so eingestellt sind, dass deine Unterarme und Handgelenke eine neutrale Position einnehmen können. Verwende eine ergonomische Maus oder Tastatur, um die Belastung deines Brachioradialis zu verringern.

  • Bei bestimmten Sportarten: Achte auf die richtige Technik und Ausrüstung. Als Tennisspieler zum Beispiel solltest du einen Griff wählen, der die Belastung des Brachioradialis minimiert, und auf eine angemessene Schlagtechnik achten.

  1. Regelmässige Pausen Bei Tätigkeiten mit repetitiven Unterarmbewegungen: Wenn du lange am Computer arbeitest, handwerkliche Tätigkeiten ausübst oder ein Musikinstrument spielst, lege regelmäßig Pausen ein. Nutze diese Pausen für leichte Dehnübungen oder Unterarmmassagen, um die Spannung im Brachioradialis zu lockern.

  2. Ausgewogene Ernährung und Hydratation

  • Gute Ernährung: Integriere proteinreiche Lebensmittel und Omega-3-Fettsäuren in deine Ernährung, um die Muskelgesundheit zu unterstützen. Gemüse, Früchte, Nüsse und Vollkornprodukte liefern wichtige Nährstoffe.

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Trinke regelmässig Wasser, besonders vor, während und nach dem Training oder langen Arbeitsphasen, um deine Muskeln hydriert und funktionsfähig zu halten.

  1. Wärmeanwendungen Verwende Wärme, um deine Muskeln zu entspannen: Eine Wärmflasche, ein warmes Bad oder eine Heizdecke können helfen, Verspannungen im Brachioradialis zu lindern. Wende Wärme besonders nach anstrengenden Tätigkeiten oder bei ersten Anzeichen von Muskelverspannungen an.


Massage als effektive Behandlungsmethode

Verschiedene Massagetechniken können helfen, Probleme mit dem Brachioradialis zu behandeln oder vorzubeugen:


  • Ziel: Diese Technik zielt darauf ab, tief liegende Muskelverspannungen und Verklebungen im Gewebe zu lösen, was besonders bei chronischen Schmerzen und Steifheit im Brachioradialis hilfreich sein kann.

  • Durchführung: Der Massagetherapeut wendet starken Druck und langsame, tiefe Bewegungen entlang des Brachioradialis-Muskels an. Das kann anfangs etwas unangenehm sein, sollte aber zu einer Linderung der Spannung und Schmerzen führen.

  • Ziel: Diese Methode konzentriert sich auf spezifische Punkte im Muskelgewebe, sogenannte Triggerpunkte, die Schmerzen und Verspannungen verursachen können.

  • Durchführung: Der Therapeut übt gezielten Druck auf diese Punkte im Brachioradialis aus. Dieser Druck wird oft für einige Sekunden gehalten und dann gelöst, was zur Entspannung der Triggerpunkte und somit zur Schmerzlinderung führt.


Vorteile der Massagebehandlung:

  1. Förderung der Durchblutung

  • Vorteil: Durch die Massage wird die Durchblutung im Brachioradialis verbessert, was zur Förderung der Heilung beiträgt, da mehr Sauerstoff und Nährstoffe zum Muskel gelangen.

  • Techniken: Neben Tiefengewebsmassage und Triggerpunkttherapie können auch sanftere Massagetechniken wie Streichungen und Knetungen zur Förderung der Durchblutung eingesetzt werden.

  1. Reduzierung von Schmerzen

  • Mechanismus: Massage hilft, die Produktion von Endorphinen (natürliche Schmerzkiller des Körpers) zu erhöhen, was zur Schmerzlinderung beiträgt.

  • Entspannungseffekt: Zusätzlich hilft die Massage dabei, allgemeine Spannungen im Körper zu reduzieren, was indirekt zur Entspannung des Brachioradialis und zur Schmerzlinderung beiträgt.


Fazit

Der Brachioradialis mag ein weniger bekannter Muskel sein, aber seine Bedeutung für die tägliche Armfunktion ist enorm. Ein besseres Verständnis seiner Rolle, der möglichen Beschwerden und der präventiven Massnahmen kann dazu beitragen, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit dieses Muskels zu erhalten. Durch regelmäßige Dehnung, gezielte Stärkung, angemessene Pausen und ergonomische Praktiken können Beschwerden verringert und die allgemeine Funktion des Unterarms verbessert werden. Bei akuten Problemen sind ausserdem die Klassische Massage oder die Triggerpunkttherapie erprobte und effektive Methoden, um Verspannungen zu lösen, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu fördern.


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