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Muskeln im Fokus: Der Latissimus - Grosser und kräftiger Rückenmuskel

Aktualisiert: 9. Feb.

Der Latissimus Dorsi, oft einfach als "Lat" oder "Latissimus" bezeichnet, ist einer der grössten Muskeln im Rücken und spielt eine wesentliche Rolle bei der Bewegung von Rücken und Schultern. In diesem weekly Massagen St. Gallen Blogartikel der Serie "Muskeln im Fokus" untersuchen wir die Funktion des Latissimus, zeigen häufige Beschwerden und deren Ursachen auf, geben Tipps zur Selbstbehandlung und Prävention und erläutern, wie die Klassische Massage als effektive Behandlungsmethode eingesetzt werden kann.



Massage St. Gallen_weekly Massagen_Latissimus Dorsi
Der Latissimus: Wesentlicher Leistungsträger bei Bewegungen in Rumpf und Schultern.


Funktion des Latissimus

Der Latissimus Dorsi erstreckt sich über den unteren Teil des Rückens und die Seiten des Oberkörpers und ist am Becken, der Wirbelsäule, den Rippen, der Unterkante der Schulterblätter und an der Vorderseite der Oberarmknochen befestigt. Er unterstützt Bewegungen wie das Anlegen (Adduktion), das Ziehen (Retroversion) und die Innenrotation der Arme. Damit ist er als kräftiger Rückenmuskeln in diversen Alltagsbewegungen, insbesondere Ziehen und Heben, beteiligt.


Häufige Beschwerden und deren Ursachen

Beschwerden im Bereich des Latissimus Dorsi können sich als Schmerzen oder Einschränkungen in der Beweglichkeit der Arme und des Rückens äussern.


Mögliche Ursachen sind:


  1. Überbeanspruchung: Häufig bei Sportarten oder Aktivitäten, die intensive Arm- und Rückenbewegungen erfordern. Typische Beispiele sind Rudern, Stand-up Paddle, oder Fitnesstraining.

  2. Schlechte Haltung: Langes Sitzen mit gekrümmtem Rücken, übermässig vorwärtsgekrümmte Schultern oder einseitig belastende Sitzpositionen können zu Schwächung durch Überdehnung oder Verkürzung des Latissimus führen.

  3. Verletzungen: Verletzungen des Latissimus können etwa durch plötzliche Bewegungen, das Heben schwerer Gegenstände oder Unfälle auftreten. Da der Latissimus auch an der Ausatmung (Exspiration) beteiligt ist, kann auch übermässiges Husten zu Muskelkater oder sogar Verletzungen führen.

  4. Muskelungleichgewichte: Schwächen in benachbarten Muskeln, insbesondere des unteren Teils des Trapezius, der Rhomboiden sowie den Muskeln der Rotatorenmanschette, können zu einer erhöhten Belastung des Latissimus Dorsi führen, da dieser die fehlende Kraft der betroffenen Muskelgruppe kompensieren muss.

Tipps zur Selbstbehandlung

Dehnübungen

Regelmäßiges Dehnen kann helfen, die Flexibilität des Latissimus Dorsi zu verbessern und Verspannungen vorzubeugen. Hier sind zwei einfache aber effektive Dehnübungen für den Latissimus:

  • Stehe aufrecht und strecke einen Arm über den Kopf, während du deinen Körper zur gegenüberliegenden Seite neigst, um eine Dehnung im Latissimus Dorsi zu spüren.

  • Aus dem aufrechten Stand beugst du dich nach vorne und rotierst deinen Oberkörper zu einer Seite, bis du mit den Fingern deine Zehen berührst.

Halte die Dehnposition jeweils für ein paar Sekunden und führe die gleiche Übung für die andere Seite aus. Wiederhole die Übung für beide Seiten 3-5 Mal.


Stärkungsübungen

Gezielte Übungen zur Stärkung des Latissimus Dorsi und der umliegenden Muskulatur können hilfreich sein, um die relevanten Muskeln zu stärken und dadurch schwächebedingten Problemen vorzubeugen. Regelmässiges Training sorgt ausserdem dafür, dass der Muskel aktiviert, durchblutet und mit Nährstoffen versorgt wird, was langfristig zur Vorbeugung von Muskelverspannungen und -verkürzungen beitragen kann. Für den Latissimus empfehlen sich insbesondere typische Rückenübungen wie Klimmzüge, Latziehen oder Rudern.


Massage als effektive Behandlungsmethode

Massagen, insbesondere die tiefe Klassische Massage und die Triggerpunkttherapie, können helfen, Verspannungen im Latissimus Dorsi zu lösen. Ein erfahrener Therapeut kann gezielt auf diesen Bereich einwirken, um die Durchblutung zu fördern und Schmerzen zu lindern. Dabei ist es einerseits wichtig, den gesamten Latissimus, vom Beckenkamm bis zum Ansatz am Oberarmknochen, zu berücksichtigen und andererseits, auch seine Mitstreiter, insbesondere die Rhomboiden und den Trapezius, in die Behandlung mit einzubeziehen.


Alltagstipps zur Vorbeugung von Beschwerden

Die folgenden Tipps können dir dabei helfen, in deinem Alltag Beschwerden im Latissimus vorzubeugen:

  1. Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung Optimiere deinen Arbeitsplatz, indem du sicherstellst, dass dein Schreibtisch und Stuhl richtig auf deine Körpergröße eingestellt sind. Der Computerbildschirm sollte auf Augenhöhe sein, um Nacken- und Rückenverspannungen zu vermeiden. Deine Arme sollten bequem auf dem Schreibtisch aufliegen, ohne dass die Schultern hochgezogen werden müssen. Ergonomische Hilfsmittel wie eine Handgelenkauflage oder eine ergonomische Maus können ebenfalls hilfreich sein.

  2. Regelmässige Bewegungspausen Nimm dir das Ziel, alle 30 bis 60 Minuten eine kurze Pause einzulegen, um deinen Körper zu bewegen und zu dehnen. Nutze diese Zeit für leichte Dehnübungen, die den Latissimus Dorsi und die umliegenden Muskeln ansprechen. Einfache Schulterkreisen oder Armstreckungen können bereits sehr effektiv sein, um Verspannungen vorzubeugen.

  3. Bewusste Körperhaltung Sei dir deiner Körperhaltung stets bewusst, sowohl im Stehen als auch im Sitzen. Vermeide es, lange in einer gebeugten oder verdrehten Position zu verharren. Achte darauf, dass deine Schultern entspannt und leicht nach hinten gezogen sind und dass dein Rücken gerade ist. Dies hilft, die Belastung auf den Latissimus Dorsi und andere Rückenmuskeln zu reduzieren. Übungen zur Stärkung des Rumpfes und des oberen Rückens können ebenfalls dazu beitragen, eine gute Haltung zu unterstützen und zu erhalten.

  4. Ausgewogene Ernährung und Flüssigkeitszufuhr Eine nährstoffreiche Ernährung, die reich an Proteinen, Vitaminen und Mineralien ist, fördert die allgemeine Muskelfunktion und -regeneration. Achte darauf, ausreichend Omega-3-Fettsäuren (z.B. aus Fisch oder Leinsamen) zu konsumieren, die entzündungshemmend wirken können. Auch eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist entscheidend, da Dehydration zu Muskelsteifigkeit führen kann. Ziel sollte es sein, täglich etwa 1,5 bis 2 Liter Wasser zu trinken, je nach Aktivitätsniveau und klimatischen Bedingungen.


Fazit

Der Latissimus Dorsi ist ein entscheidender Muskel für die Rücken- und Schulterbewegung und -stabilität. Verspannungen, Verkürzung oder Überdehnung des Latissimus können deshalb zu Beschwerden wie Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen führen, welche die Lebensqualität erheblich einschränken können. Durch regelmässige Dehn- und Kräftigungsübungen, eine bewusste Körperhaltung, ergonomisches Arbeiten und regelmässige Massagen kann die Gesundheit, Beweglichkeit und Kraft dieses Muskels gefördert werden. Dadurch werden auch die einwandfreie Funktion des Schultergelenks und der Beweglichkeit der Arme sowie des Rumpfes unterstützt.


Falls du Probleme mit dem Latissimus Dorsi hast oder diesen gezielt vorbeugen möchtest, kannst du bei uns deine Massage in St. Gallen online buchen. Wir freuen uns auf dich!

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